Warum dürfen Katzen und Hunde kein rohes Schweinefleisch fressen?

Der Grund dafür ist die Aujeszkysche Krankheit! Diese Erkrankung gehört zu den Infektionskrankheiten und wird durch einen Herpesvirus verursacht. Diese Krankheit ist weltweit verbreitet und mittlerweile seit fast mehr als 150 Jahren in Europa bekannt. Die Bezeichnung der Aujeszkyschen Krankheit kommt von ihrem ungarischem Entdecker Aujeszky.

 

Zu dem Virus:
Es handelt sich hierbei um einen Herpesvirus, der für den Hund und die Katze nur durch den Genuss rohen Schweinefleisches höchst gefährlich werden kann. Meist beherbergen adulte Schweine diesen Virus in sich ohne jedwede Anzeichen einer Erkrankung. Daher sind auch viele Schweinebestände mit diesem Virus befallen und in roher Form eine potentielle Gefahrenquelle für unsere Stubentiger. Allerdings hat man mehrere Möglichkeiten diesen Virus unschädlich zu machen, nämlich durch gutes Durchkochen oder -braten des Schweinefleisches. Das Virus wird bei Temperaturen ab etwa. 60°C inaktiviert. Falls Sie einen Fleischwolf zu Hause haben, achten Sie stets darauf, wenn sie damit z.B. Rindfleisch wolfen, dass keine Reste mehr von eventuell vorher gewolftem rohen Schweinefleisch daran ist, denn schon die kleinsten Spuren rohen Schweinefleisches können diesen gefährlichen Virus in sich tragen.

Inkubationszeit:
Die ersten Anzeichen einer Aujeszky-Erkrankung zeigen sich nach ca.2-14 Tagen.

 

Symptome:
Die ersten Anzeichen sind noch sehr harmlos im Gegensatz zu dem, was in den nächsten Stunden passiert. Zuerst zeigt sich die Erkrankung durch Schluckbeschwerden, leichten Wesensveränderungen und anfänglichen Lähmungen der Kopfmuskulatur. Kurz darauf verdramatisieren sich die vorherigen Beschwerden und es tritt plötzlich extremer Juckreiz auf, der die betroffenen Tiere fast schon wahnsinnig werden lässt (dadurch bekam die Krankheit auch den Beinamen Juckseuche). Er bringt die Tiere dazu sich ununterbrochen zu kratzen, insbesondere an den Pfoten und dem Schwanz. Der Juckreiz scheint so schlimm, dass sich die Tiere vor Wahnsinn auch Körperteile abnagen (Automutilation). Zudem treten Tobsuchtsanfälle auf (Raserei), weshalb die Krankheit, da sie in dieser Form der Tollwut ähnlich ist, auch Pseudowut genannt wird.

 

Folgen:
Die Ausjeszkysche Krankheit verläuft höchst dramatisch und die Folge dieser Krankheit ist (wie bei der Tollwut) leider immer der Tod. Ca. 1-2 Tage nach Auftreten der Symptome stirbt das betroffene Tier.

 

Diagnose:
Die Diagnose ist hier meist eindeutig und der behandelnde Tierarzt hat nur noch die Möglichkeit des Einschläferns, wenn er einen qualvollen Tod ersparen will.

 

Behandlung:
Keine Behandlung möglich.

 

Vorbeugung:
Auch hier gibt es nur eine einzige Möglichkeit um die Erkrankung vorzubeugen: Füttern Sie kein rohes Schweinefleisch! Zwar heißt es von offizieller Seite, dass Deutschland mittlerweile Aujeszky-frei sei, allerdings ist hier Vorsicht besser als Nachsicht! Schweinefleisch sollte immer richtig gut durchgekocht oder durchgebraten sein, auch nicht rosa in der Mitte sein, sondern wirklich von unten bis oben komplett durchgegart.
Einen Impfstoff gibt es leider (noch) nicht.

 

Die Aujeszkysche Krankheit stellt keine Bedrohung für den Menschen dar!

 

 

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